Das A-Bulletin - eine mit Engagement persönlich und von Hand gestaltete Zeitschrift aus der Zeit, in der die «Alternativen» von der Gesellschaft als naive langhaarige Aussteiger verschrien wurden. Sie scheinen überlebt zu haben und sind mit weniger oft glücklicher als die abgestumpften Alleshaber.

Der redaktionelle Teil des A-Bulletin besteht meistens aus einem Beitrag. Es sind oft bewegende Themen, Berichte, aber dazwischen auch einmal eine Erzählung. Der Inhalt ist sorgfältig ausgewählt und oftmals persönlich gefärbt von den Machern.

Vor allem die praktisch nur von Privatpersonen aufgegebenen Inserate sind lesenswert. Statt die Leser mit aufdringlichem Seriefeuer zu belästigen, werden die Anzeigen hier als Markenzeichen benutzt.

 

 

Wo bei einer «Normalzeitschrift» schon 50% Werbung nerven kann, ist das ABü auch mit einem Inserateanteil von teilweise über 75% noch ein Genuss zum Lesen. Ohne seine individuell von Hand gestalteten Anzeigen wäre es nur das halbe ABü. Hier nutzen die Inserenten die Vielfalt der menschlichen Kommunikation in der Werbung, wie das eine stupide Maschine nie kann. Vom liebevoll gestalteten Kunstwerk bis zum fast unleserlichem Fresszettel findet man alles. Die Anzeigen werden so gesetzt, wie der Inserent sie einschickt.

Das kleine, feine Sück Lesestoff für ruhige Minuten erscheint im Abstand von 2 bis 3 Wochen; ein Jahresabo kostet 50 Franken, Aufrunden erwünscht. Kontaktdaten: Verein A-Bulletin, Postfach 1019, 8026 Zürich, Telefon 044 241 22 01.

Der Geist des Turbozeitalters lässt die Macher des ABü's unberührt. Bei der Inserateaufgabe wird das mit aller Deutlichkeit unterstrichen: «Wir schreiben keine Rechnungen, verschicken keine Belegexemplare, haben weder Fax noch E-mail und nehmen die Inserate nicht telefonisch an.» Dafür sind die Tarife seit 30 Jahren (!) gleich geblieben.

So ist es schon gar keine Frage mehr, wie die A-Bulletin-Website heisst: Telefon 044 241 22 01.